Amsterdam ist eine beliebte Stadt für Tagesausflüge, auch mit dem Auto. Dabei empfiehlt es sich, dem Verkehrschaos in der Innenstadt zu entgehen, nicht nur, weil regelmäßig jeden Monat mehrere Autos in die zahlreichen Grachten rollen. Es sind auch kaum freie Parkplätze zu finden. Gerade jetzt wird in Amsterdam auch an einer neuen U-Bahn gebaut, das führt zu noch mehr Staus im Innenstadtbereich.

So hell und großzügig ist das ArenA-Parkhaus

So hell und großzügig ist das ArenA-Parkhaus

Amsterdam hat dabei ein unschlagbar günstiges Angebot für Autofahrer. Für nur 6 EUR pro Tag parkt man in einem von sechs Parkhäusern rund um die Stadt herum und erhält so viele Tickets für den ÖPNV wie Insassen im Auto sind, bis zu fünf. Damit kann man in die Innenstadt fahren und wieder zurück zum Parkhaus – alles für 6 EUR! An manchen Stationen sind alternativ zu den Fahrscheinen auch zwei Mietfahrräder erhältlich.

Alle diese P+R-Parkhäuser befinden sich am Autobahnring A10 rund um Amsterdam herum, sind also leicht zu erreichen. Ist eines der Häuser wegen Großveranstaltungen nicht für Park + Ride zugelassen, werden die Autofahrer zum nächsten Parkhaus weitergeleitet, dies kann die Häuser ArenA, Olympiastadion und World Fashion Center betreffen.

Ebenso hell, groß und sauber: die Metrostation

Ebenso hell, groß und sauber: die Metrostation

Um in den Genuss dieser günstigen Parkmöglichkeit zu gelangen, muss folgendes beachtet werden.
1. Bei der Einfahrt muss ein normales Parkticket gezogen werden, nicht die Kreditkarte verwendet werden.
2. Wenn man geparkt hat, wendet man sich an den Mitarbeiter im Tickethäuschen, der prüft den Parkschein und händigt die Tickets für das entsprechende Verkehrsmittel aus.
3. Je nachdem, ob man mit der Bahn, der Metro oder dem Bus fährt, funktioniert das Abstempeln und Entwerten unterschiedlich – man bekommt vom Parkhausmitarbeiter aber eine kleine Broschüre in deutscher Sprache mit den entsprechenden Hinweisen.
4. Nach dem Amsterdam-Besuch meldet man sich wieder beim Mitarbeiter, der das Parkticket entsprechend codiert. Jetzt kann man entweder mit PIN- oder Kreditkarte bei ihm zahlen oder mit Bargeld am Kassenautomat.

Ich finde dieses Angebot wirklich vorbildlich und Amsterdam wird dadurch entlastet – nicht nur ein wichtiger Umweltfaktor, sondern auch eine Beruhigung für den Verkehr, der nicht von unsicher fahrenden Touristen noch chaotischer gestaltet wird. Dazu kommt, dass das Parkhaus ArenA, das wir benutzt haben, hell und großzügig ist, ebenso wie die wenige Meter entfernte Metro-Station. So etwas kenne ich aus Köln gar nicht!

Folgende P+R-Parkhäuser gibt es im Moment: Sloterdijk im Nordwesten, Bos en Lommer und World Fashion Center im Westen, Olympiastadion im Südwesten, ArenA und Gaasperplas im Südosten und Zeeburg I und II im Osten.

Alle Infos findet ihr hier:
http://amsterdam.nl/verkeer_vervoer/p_r (niederländisch)
http://www.iamsterdam.com/en/visiting/touristinformation/gettingaround/parking/park-and-ride (englisch)

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