Das Problem ist: Die Belgier brauchen den Wasserweg Westerschelde um zum Hafen von Antwerpen zu gelangen. Das ist nicht nur der größte Hafen Belgiens sondern auch der zweitgrößte in ganz Europa. Die Niederländer ihrerseits wollen jetzt keine Fahrrinnen-Ausbaggerung in der Westerschelde mehr machen – aus Naturschutzgründen, wie sie sagen. Teile des Hedwigepolder, ein kleines Gebiet, angrenzend an das flämische Prosperpolder, wäre durch die Ausbaggerung bedroht. Ohne die Arbeiten kommen aber die großen Containerschiffe nicht mehr durch.

In Belgien wird gemutmaßt, die Niederländer wollten damit vielmehr die Vormacht ihres eigenen Hafens Rotterdam sichern, des größten europäischen Hafens. Man fürchtet, die Westerschelde könnte ganz dicht gemacht werden, wie es im Laufe der Geschichte mehrmals passiert ist und die 180.000 Arbeitsplätze des Hafens seien bedroht.

Deswegen ruft eine belgische Politikerin zum Boykott gegen Zeeland-Importe auf, vornehmlich gegen Muscheln, die in Belgien von Einheimischen und Touristen gerne gegessen werden – eine Maßnahme, die nicht unbedingt die Unterstützung der Gastwirte findet.

Mehr dazu im Artikel  „Muschelkrieg – Belgien und Holland im Streit“ bei n-tv.de:
http://www.n-tv.de/panorama/dossier/Belgien-und-Holland-im-Streit-article469172.html

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