Die Einkaufszone mit Blick auf das Dinghuis, in dem die Touristeninfo untergebracht ist

Die Einkaufszone mit Blick auf das Dinghuis, in dem die Touristeninfo untergebracht ist

Maastricht gehört zu den Grenzstädten, die von Touristen am meisten besucht werden. Die Autokennzeichen verraten es: Hier sind fast genauso viele Belgier und Deutsche unterwegs wie Niederländer. Kein Wunder, buhlt die Stadt doch mit Nijmwegen darum, die älteste Stadt der Niederlande zu sein! Viele der alten Gebäude sind erhalten, nicht nur Kirchen und andere Prunkgebäude.

Wir ließen uns von unserem Navigationsgerät in die Innenstadt leiten und parkten dann gleich in der Tiefgarage unter dem Vrijthof. Oben wurde gerade eine Tribüne aufgebaut, denn hier wird vom 10. bis 14. Juli 2009 jeden Tag André Rieu auftreten. Wer Hunger hat, ist am Vrijthof gut aufgehoben, denn Fast-Food- und Slow-Food-Restaurants, Cafés und Kneipen gibt es genügend. Die Fußgängerzone beginnt auch gleich hier und zur Maas ist es nicht weit.

Wir waren zum ersten Mal in Maastricht und wollten uns erst einen Überblick verschaffen. Geplant sind aber schon weitere Ausflüge, dann wollen wir auch mal die Museen besuchen, da gibt es gleich drei interessante: Das Bonnefantenmuseum für alte (1200-1650) und zeitgenössische Kunst, das naturhistorische Museum mit geologischen, paläontologischen, zoologischen und botanischen Ausstellungsstücken aus der Provinz Limburg und das „Spanische Gouvenement“ mit Stileinrichtungen aus verschiedenen Perioden, darunter auch zwei im Lüttich-Maastrichter Régencestil aus dem 18. Jahrhundert.

Blick über die Maas

Blick über die Maas

Diesmal wanderten wir durch die hübschen Einkaufsstraßen bis zur Maas, wo wir von einem furchtbaren Regenschauer überrascht wurden und uns klatschnass in eine Kneipe retteten. Dann wieder zurück zum Vrijthof, wo wir uns mit diversen Hamburger-Menüs stärkten und gleich 50 Meter weiter wieder einkehren mussten, weil der nächste Regen nicht auf sich warten ließ. Diesmal hatte es uns in das durchaus erwähnenswerte „In den Vogel Struys“ verschlagen, der sich an der Ecke Vrijthof und Platielstraat befindet. Die Inneneinrichtung ist zwar dunkel – alles aus Holz – aber durchaus stilvoll und unsere Wand war mit Zeichnungen von Charakterköpfen versehen, durchaus sehenswert.

Als sich die Regenwolke verzog, stürzten wir sofort hinaus und drehten weitere Runden durch diese wirklich sehenswerte Stadt. Wieder einmal begeisterten uns an den Briefkästen die vielen Aufkleber mit „ja“ und „nee“, mit denen jeder Bewohner anzeigt, ob er Werbung und andere Wurfsendungen wünscht oder nicht. Die Niederländer denken einfach praktisch!

Auf der östlichen Seite der Maas

Auf der östlichen Seite der Maas

Im Sonnenschein spazierten wir auf die andere Seite der Maas zum Stadtteil Wyck, der mindestens genauso hübsch ist wie die Westseite. Nach einer Runde dort taten uns die Füße weh. Wir kehrten zur Tiefgarage zurück, lösten unser Auto aus (2,05 EUR pro Stunde, aber dafür parkten wir absolut zentral), fuhren noch ins nächste Einkaufszentrum, um uns im Albert-Hein-Supermarkt mit niederländischen Leckereien einzudecken, und dann ging es wieder nach Hause.

Nächstes Mal will ich neben den schon genannten Museen unbedingt auch die Parks besuchen. Maastricht gehört mit seinen schönen alten Häusern übrigens zu den Städten, in denen ich einfach stundenlang überall herumlaufen kann, egal, ob Wohn- und Einkaufsstraßen oder Parks oder Flusspromenaden.

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