- Teil 2 Flevolandreise im Mai 2008 -

Einer unserer Ausflüge führte uns nach Urk (ausgesprochen “Ürgh” – Niederländisch ist so eine niedliche Sprache!!). Es ist der einzige Ort auf dieser Noordoostspolder’schen Halbinsel, der direkt am Meer liegt – kein Wunder, ist es doch ein alter Fischerort. Bis zum zweiten Weltkrieg war Urk noch eine Insel, ehe das Meer im Osten trockengelegt wurde. In seiner Geschichte wurde es mehrmals unterschiedlichen niederländischen Provinzen zugeordnet. Erst 1986 wurde die Provinz Flevoland neu gegründet und die Gemeinde Urk ihr dann zugeordnet.

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Die äußeren Ortsgebiete sind wenig aufsehenerregend, sie gehören zu den schöneren in den Niederlanden: Kleine Kanäle mit Möwen und Reihern, hübsche, relativ abwechslungsreich gebaute Einfamilienhäuser, Grünflächen und Kirchen wechseln sich ab. Apropos Kirchen: Urk gehört zu den sehr religiösen Gemeinden, die Bewohner gehören der reformierten Kirche an, haben eine hohe Geburtenrate mit über drei Kindern pro Frau, sind politisch konservativ und spenden sehr viel Geld für wohltätige Zwecke.

Sobald wir uns dem Wasser näherten, wurde es aber interessant: erstaunliche große Hafenanlagen mit einer kleinen Werft erwarteten uns. Je näher wir an die “Ecke” kommen, die die Küste bei Urk macht, desto älter werden die Häuser. Die winzigen Vor-Terrassen sind wunderhübsch bepflanzt und geschmückt. Der Verkehr ist quasi nicht mehr vorhanden und überall begegnen wir Katzen.

Auf dem Weg zum Meer treffen wir erst auf eine hübsche alte Kirche und machen dann oberhalb des Deiches Pause. Hier finden wir ein Platz, der den Fischern gewidmet ist, die nicht mehr von der See zurück kamen. Viele Tafeln mit Namen und Altersangaben erinnern an die Seeleute. Eine Frauenstatue schaut aufs Meer hinaus und wartet auf ihren Mann, der wohl niemals wieder heimkehren wird.

Wir gehen südlich weiter in Richtung Leuchtturm und setzen uns dort auf eine Bank. Ein ganzer Schwarm Spatzen flattert um uns herum – die kleinen Vögel quietschen und piepsen, prügeln sich, suchen etwas zu essen und schauen sich neugierig alles an. Schwalben fliegen an uns vorbei und sammeln Fluginsekten auf. Es ist wunderschön und ich würde am liebsten immer hierbleiben…

Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Urk
http://en.wikipedia.org/wiki/Urk
(mit der tollen Legende des Ommelebommelestien!!)
http://home.filternet.nl/~mdb/urk/
http://www.flickr.com/photos/tags/urk


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One Response to “Urk – Kleine Hafenstadt an der Küste Flevolands”

  1. [...] Affen leben. Richtung Nordosten, ebenfalls etwa 20 km entfernt liegt das kleine Fischerdorf Urk, eine ehemalige Insel (das umliegende Land wurde dem Meer abgerungen), ebenfalls sehr [...]

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